Berichte aus den Dörfern (Kirchheilingen, 14. März 2019)

Heimatverein in Kirchheilingen sammelt für Waidmühle

(Bericht der Thüringer Allgemeinen vom 14. März 2019 von Sabine Spitzer)

 

Mitglieder wollen Fördermittel beantragen.

Bürgermeister Jan Behner und Helga Dietrich vom Heimatverein am Ehrenhain, wo die Waidmühle errichtet werden soll. Foto: Sabine Spitzer

Bürgermeister Jan Behner und Helga Dietrich vom Heimatverein am Ehrenhain, wo die Waidmühle errichtet werden soll. Foto: Sabine Spitzer

Kirchheilingen. Die Erinnerung an die Waidtradition in Kirchheilingen will der Heimatverein bewahren. Er sammelt jetzt Spenden für den Nachbau einer Waidmühle.

Die Idee war schon vor einigen Jahren entstanden und fand sogar Einzug ins Dorfentwicklungskonzept. Doch der Gemeinderat verschob das Projekt, denn derzeit haben die Schulsanierung und das Sozialgebäude am Schwimmbad Priorität.

 

Das versteht der Heimatverein und wird nun selbst aktiv. Bei einer Sammlung bei der Spinnstube zum Peterstag kamen 268,50 Euro zusammen. Die Summe ist inzwischen durch weitere Spenden auf 455 Euro angewachsen.

 

Helga Dietrich , die im Heimatverein Schriftführerin ist, weiß, dass das Ziel noch weit entfernt ist. Denn laut Kostenvoranschlag für die Mühle würde bei der günstigsten Variante allein der Stein aus Beton mehr als 7000 Euro kosten. Größter Traum wäre eine funktionsfähige Waidmühle, die mit einem Pferd betrieben wird. Doch die kostet rund 30.000 Euro.

Der Verein will nun nach weiteren Geldquellen suchen und Fördermittelanträge stellen. Das unterstützt Bürgermeister Jan Behner (parteilos), der selbst Mitglied im Heimatverein ist. Vorbild für Kirchheilingen ist die Waidmühle in Ballstädt im Landkreis Gotha . Dort gibt es zum Denkmaltag Schauvorführungen. Solche wären nach Meinung von Behner und Dietrich auch eine Bereicherung für Kirchheilingen . Am Ehrenhain bei der Waidpforte soll die Waidmühle stehen.