Wir sind für Sie da!

Banner

Unsere Region im Film

Banner

Immobilien

Banner

Weinlese in Vargula für Anfang Oktober geplant

(Bericht der Thüringer Allgemeinen vom 5. September 2017 von Claudia Bachmann)

Qualität der Trauben ist in diesem Jahr im oberen Teil des Hanges besser

Christel Duft (rechts) ist die Expertin: Interessante Fachgespräche gab es beim Weinfest in Großvargula für Kenner direkt an den Pflanzen. Foto: Claudia Bachmann

Christel Duft (rechts) ist die Expertin: Interessante Fachgespräche gab es beim Weinfest in Großvargula für Kenner direkt an den Pflanzen. Foto: Claudia Bachmann

Großvargula. Rund 3000 Flaschen vom „Mons Lupi“, einem trockenen Regent, sind das Ergebnis der Weinlese 2016. Einen ähnlichen Ertrag erwartet Christel Duft auch im aktuellen Weinjahr. Allerdings unter anderen Vorzeichen: „In den vergangenen Jahren,
als die Sommer trockener waren, haben die Nähe zur Unstrut und der im Tal hängende
Nebel dafür gesorgt, dass die unteren Rebstöcke besser trugen als die oberen. In diesem Jahr ist es anders herum“, sagt Duft und begründet: „Zu viel Regen, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Die Nässe im Tal hat uns Mehltau gebracht. Aber die Trauben an den Rebstöcken ein bisschen hangaufwärts, die sehen aus wie gemalt.“

Seit 2001 kümmert sich Christel Duft bereits um den Wein in Großvargula. Anfangs geschah dies unter dem Dach der Promo, einer Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises, mittlerweile hat die Stiftung Landleben aus Kirchheilingen den einzigen Weinberg im Unstrut-Hainich-Kreis übernommen. Für Duft eine Lebensaufgabe. „Da steckt mein Herzblut drin“, sagt sie, als sie die Gäste über „ihren“ Berg führt. Sieben Mitarbeiter kümmern sich für das Projekt „Landfactur“ um den Wein. Im Februar/März sind die Rebstöcke zu schneiden, später die jungen Pflanzen zu gießen. Sie erkennt man am Flatterband, das man ihnen angelegt hat. „Wir gießen nur von Hand, wir haben keine Beregnungsanlage.“


Lese der 3000 Rebstöcke an nur einem Tag

Die Rebstöcke hängen voll in diesen Tagen. Doch nur zwei Drittel der Trauben werden auch zu Wein. „Bei uns wird nur zu Wein, was ich auch selbst essen würde, alles andere schneiden wir raus.“ Gekeltert werde der Wein letztlich in Bad Sulza. Duft vertraut dem Weingut, bei dem sie auch selbst die Kniffe des Weinanbaus gelernt hat. „Es wollte damals kein anderer machen, also hab ich mich der Sache hier in Großvargula angenommen.
Aber hätte ich geahnt, wie aufwendig das ist . . .“


Die Weinlese soll in diesem Jahr am zweiten Oktober-Samstag stattfinden. Aller Wein der 7500 Quadratmeter großen Anbaufläche muss dann mit einmal von den Reben. Dazu werden immer auch helfende Hände benötigt – aus Großvargula kommen viele von ihnen, aber auch vom Gymnasium in Großengottern. So mit etwa 30 Helfern, da ginge die Arbeit zügig von der Hand, sagt Christel Duft.


Sie und die Stiftung Landleben setzen auf nachhaltige Landwirtschaft, aber nicht auf das „Bio“-Siegel. Ein Lagerwein, einer, der erst nach Jahrzehnten seine beste Qualität erreicht, das sei der „Mons Lupi“ nicht. Aber dennoch einer, den man nicht gleich trinken solle. „Ich habe vor einem Vierteljahr mal die Jahrgänge 2016 und 2015 zusammen gekostet, Sie glauben gar nicht, was das für ein Qualitätsunterschied ist.“


Claudia Bachmann / 05.09.17
Z
 

Projekt "Landengel"

Banner

Nächste Veranstaltungen

NOEVENTS

Land der Ideen

Banner

Unsere Unterstützer!

Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner